Bedienungsanleitung zum Parallelport-Zufallszahlengenerator rp1 1. Generator rp1 auf den Parallelport stecken. 2. Im Treiber (rp1m.c u. rp1p.c für Linux, randlpr.pas für DOS, Win98, WinNT usw.) muss ggf. die Basis-Adresse des betreffenden Parallelports vor dem Kompilieren angepasst werden (Konstante PPB0 in rp1m.c und rp1p.c). Die Basis-Adresse findet man im BIOS, /var/log/boot.msg oder, bei PCI-Parallelport-Karten, in /proc/pci. 3. Das aus rp1m.c kompilierte Modul rp1m.o kann mit dem Skript rp1m gestartet, gestoppt oder warm gestartet werden; das Skript kann entsprechend mit einem der Parameter "start", "stop" oder "restart" aufgerufen werden. Das Modul führt zunächst eine Autoerkennung aus und, wenn der Generator rp1 gefunden wurde, wird das Gerät /dev/rp1m erzeugt, aus dem die Zufallszahlen Byteweise wie z. B. aus /dev/zero ausgelesen werden können. Für eine häufige Verwendung von /dev/rp1m ist es zweckmässig, das Modul z. B. nach /root/bin zu kopieren und das Skript rp1m nach /sbin/init.d zu kopieren und in /sbin/init.d/rc1.d/ bis /sbin/init.d/rc3.d/ einen Link darauf zu setzen (z. B. mit "ln -s /sbin/init.d/rp1m /sbin/init.d/rc2.d/S43rp1m", entsprechend auch für rc1.d und rc3.d). Dies hat auch den Vorteil, dass wenn der Generator rp1 nicht gefunden wird, eine entsprechende Fehlermeldung schon beim Booten erscheint (auch in /var/log/messages). Einzelheiten zur Kompilierung stehen auch am Anfang von rp1m.c. 4. Das aus rp1p.c kompilierte user-space-Programm rp1p (besitzt keine Autoerkennung) kann mit Parametern gestartet werden. Benutzung: rp1p . Hierbei ist c1 ein optionales Zeichen, das den Ausgabe-Modus bestimmt: d bewirkt, daß die Zufallszahlen des Generators direkt in die Ausgabe-Datei geschrieben werden s bewirkt dasselbe wie d, enthält aber zusätzlich Wartezyklen, die die Auslese- Geschwindigkeit auf rund 10kByte/s reduzieren g bewirkt, dass die Zufallszahlen vor der Ausgabe mit sehr guten Pseudozufalls- zahlen exklusiv verodert werden; dadurch werdendie Zufallszahlen unter anderem gleichverteilt und die Autokorrelationsfunktion der Zufallszahlenfolge wird zweistufig. jedes andere oder auch kein Zeichen bewirkt zunächst dasselbe wie m. Einzelheiten zur Kompilierung stehen auch am Anfang von rp1p.c. 5. Bei Bedarf kann mit den Test-Programmen (in /test auf der Diskette) unter anderem getestet werden, ob die erzeugten Zufallzahlendateien Tests wie den Run-Test oder den Monkey-Test bestehen und welche Bit-Muster der Generator rp1 erzeugt. Die Diehard-Tests sind auch als als DOS- und Sun-Version unter http://stat.fsu.edu/~geo/diehard.html erhältlich. Allgemeiner Hinweis: - Der Generator rp1 erzeugt kontinuierlich 5 Zufallsbits mit rd. 3MHz, die über die Status-Leitungen des Parallelports in das Status-Register geschrieben werden. Deshalb werden von den Treibern je 5 Zufallsbyte erzeugt. Datentransfers mit ganzzahligen Vielfachen von 5 Byte sind deshalb am effizientesten (z. B. "dd if=/dev/rp1m of=bsp.bsp bs=5 count=4711"). Der Parallelport ist deutlich langsamer als rp1; statt der theoretisch möglichen 2Mbyt/s erreicht man mit realen Paralleports typischerweise 700kByte/s. Dipl. Phys. Rolf Freitag, rolf.freitag at email.de