Bedienungsanleitung zum ISA-Zufallszahlengenerator rw2 1. Die Karte (vorsichtig) in einen ISA-Slot stecken und festschrauben. 2. Wenn die Jumper der Karte umgesteckt werden, müssen im User-Space-Treiber (rw2.c für Linux, msrw2.pas für DOS, Win98, WinNT usw.) die neuen beiden Adressen der Karte vor dem Kompilieren eingetragen werden (die Werte stehen im Programm-Kopf). Der Jumper J1 ist der, der dem Slot-Blech am nächsten ist; der andere ist J2. Die obere Position der Jumper ist die Position 0, die untere 1. 3. Da die Karte (noch) nicht optimiert ist, besitzt sie neben relativ grossen Abmessungen auch relativ lange interne Signallaufzeiten und eine relativ starke Eigenerwärmung, die die Signallaufzeiten bei geschlossenem Gehäuse zusätzlich soweit erhöhen kann, dass die Karte auf einigen Mainboards nicht mehr gleichverteilte 16-Bit-Zufallszahlen erzeugt. Bei offenem PC-Gehäuse funktioniert die Karte erfahrungsgemäss immer problemlos, aber bei geschlossenem PC-Gehäuse sollte die Karte zur Sicherheit immer mit dem beiliegendem PC-Lüfter gekühlt werden. 4. Das aus rw2.c kompilierte Modul rw2.o kann mit dem Skript rw2 gestartet, gestoppt oder warm gestartet werden; das Skript kann entsprechend mit einem der Parameter "start", "stop" oder "restart" aufgerufen werden. Das Modul führt zunächst eine Autoerkennung aus und, wenn der Generator rw2 gefunden wurde, wird das Gerät /dev/rw2 erzeugt, aus dem die Zufallszahlen Doppelwortweise, also in 32-Bit Blöcken, ausgelesen werden können. Für eine häufige Verwendung von /dev/rw2 ist es zweckmässig, das Modul z. B. nach /root/bin zu kopieren und das Skript rw2 nach /sbin/init.d zu kopieren und in /sbin/init.d/rc1.d/ bis /sbin/init.d/rc3.d/ einen Link darauf zu setzen (z. B. mit "ln -s /sbin/init.d/rw2 /sbin/init.d/rc2.d/S43rw2", entsprechend auch für rc1.d und rc3.d). Dies hat auch den Vorteil, dass wenn der Generator rw2 nicht gefunden wird eine entsprechende Fehlermeldung schon beim Booten erscheint und in /var/log/messages protokolliert wird. Einzelheiten zur Kompilierung stehen auch am Anfang von rw2.c. 5. Das aus rw2.c kompilierte user-space-Programm rw2 (besitzt keine Autoerkennung) kann mit Parametern gestartet werden. Benutzung: rw2 . Einzelheiten zur Kompilierung stehen auch am Anfang von rw2.c. 6. Bei Bedarf kann mit den Test-Programmen (in /test/ auf der Diskette) unter anderem getestet werden, ob die erzeugten Zufallzahlendateien Tests wie den Run-Test oder den Monkey-Test bestehen und welche Bit-Muster der Generator rw2 erzeugt. Es ist sinnvoll mit dem aus test1.c kompilierten Programm test1 zu testen ob die Karte ungefähr gleich viele binäre Nullen und Einsen erzeugt . Die Diehard-Tests sind auch als als DOS- und Sun-Version unter http://stat.fsu.edu/~geo/diehard.html erhältlich. Allgemeiner Hinweis: - Weil aus der Karte je 2 Worte, d. h. zweimal 16 Bits, ausgelesen werden, sind Datentransfers mit ganzzahligen Vielfachen von 4 Byte am effizientesten (z. B. "dd if=/dev/rw2 of=bsp.bsp bs=4 count=4711") und die Blockgrösse ist dabei immer 4 Byte. Der ISA-Bus ist deutlich langsamer als rw2; statt der theoretisch möglichen 1 Mbyte/s erreicht man typischerweise nur 800kByte/s. Dipl. Phys. Rolf Freitag, rolf.freitag at email.de